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Vier Golfrunden und ein Todesfall

Publiziert am
1 September 2015
Kategorie

Ist das noch ein Profigolfer oder schon ein Geldautomat? Max Kieffer schaffte als einziger Spieler auf der European Tour in dieser Saison jeden Cut. Grund genug, ihn im Büro zu besuchen.

Die Aussicht auf die Bergspitzen des Wallis vor den Fenstern ist fantastisch, doch dafür hat Max Kieffer in diesem Moment keine Augen. Es ist der Mittwoch der Omega-European-Masters-Woche in Crans-Montana und nach gespielter Pro-Am-Runde schaut er sich nun Poloshirts, Hosen und Jacken an, die eine ganze Abordnung seines Bekleidungsausstatters Kjus mit ins Clubhaus des Golf Club Crans-sur-Sierre gebracht hat. Hier geht es nicht nur um die Outfits für die kommenden vier Tage, sondern um Max' Arbeitskleidung der kommenden Monate. Umkleidekabinen? Fehlanzeige. Und so hat auch eine Handvoll älterer Damen zwei Tische weiter plötzlich keinen Blick mehr für das sagenhafte Bergpanorama, schließlich hat man es nicht alle Tage, dass ein Profisportler nebenan blankzieht. Obenrum zumindest.

Ihr wollt eine Behind-the-Scenes-Story machen? Gute Idee, aber ich denke, ihr kommt dafür zu spät. Alles wirklich Interessante ist bereits vorbei." - "Wie sollen wir das denn verstehen? Das Turnier hat doch noch gar nicht begonnen?" - "Ab jetzt ist es nur noch Business as usual. Die zwei Pro-Am-Runden und die Trainingseinheiten, um sich an die Höhe zu gewöhnen, sind in der Schweiz das Außergewöhnliche." Wenn er sich da mal nicht täuscht. Kurz darauf auf der Driving Range verheißen die schwarzen Wolken über den Gipfeln um uns herum nichts Gutes. Max hat immer noch keinen Sinn für das Panorama und baut seinen TrackMan auf. Anfang des letzten Jahrhunderts wandelten ein Schweizer und ein Brite hier auf 1.500 Metern Höhe eine bankrotte Klinik in ein Luxushotel um, und wo Engländer Urlaub machen, da darf ein Golfplatz nicht fehlen. 110 Jahre später macht die Höhenlage auch den besten Golfern des Kontinents zu schaffen. "Die Bälle fliegen hier im Durchschnitt etwa zehn Prozent weiter. Da kommt man um einige Sessions mit dem TrackMan vor dem Turnier nicht herum", erklärt Max zwischen zwei Wedge-Schlägen. Plötzlich lässt ein Donnergrollen die Berge erzittern. "Das wird hier gleich ungemütlich. Ich gehe noch kurz in den Physio-Truck und lasse mich durchkneten. Wir sehen uns beim Abendessen."

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Foto: Mike Meyer

Publiziert am
1 September 2015
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