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„Ein schlechter Schwung hat mich den Sieg gekostet“

Publiziert am
25 Juni 2023
Kategorie

Für die deutschen Golfprofis ist das Turnier in München in diesem Jahr von großer Bedeutung. Das liegt am Ryder Cup. Maximilian Kieffer verpasst sein schönstes und überraschendstes Geburtstagsgeschenk.

Maximilian Kieffer hat am Sonntag sein schönstes und überraschendstes Geburtstagsgeschenk knapp verpasst. „Ein schlechter Schwung am 16. Loch hat mich den Sieg gekostet“, sagte der Düsseldorfer. Statt sein 33. Wiegenfest groß zu feiern, war der Rheinländer am Ende bitter enttäuscht. Sein Schlag ins Wasser mit einem Holz 3 vom Abschlag am mit 249 Metern kürzesten Loch des Platzes warf ihn in der Schlussrunde der 34. BMW International Open auf den dritten Platz zurück. Kieffer teilte sich Platz drei mit dem Japaner Rikuya Horshino, dem Polen Adam Meronk und dem Neuseeländer Daniel Hillier, die alle für die vier Runden insgesamt 277 Schläge (elf unter Par) benötigten.

Den Sieg und rund 310.000 Euro Preisgeld errang überraschend Thristan Lawrence. Dem 26 Jahre alten Südafrikaner gelang dank einer Schlussrunde von 69 und insgesamt 275 Schlägen sein vierter Erfolg auf der DP World Tour, eine glanzvolle Bilanz nach nur 65 Turnierteilnahmen auf der ehemaligen European Tour. Er überholte am Schlusstag den 37 Jahre alten Niederländer Joost Luiten (74/276 Schläge), der nach drei Runden mit drei Schlägen vor seinem Landsmann Daan Huizing (73/278) geführt hatte.

„Es fühlt sich furchtbar an“

Doch die beiden Profis mit orangefarbenen Golfhemden eröffneten mit Runden über dem Platzstandard das Tor für die Verfolger, allen voran für Lawrence, der vier Schläge Rückstand wettmachte. Der Sieger konnte seinen Coup kaum fassen und kämpfte gegen die Tränen. „Ich war jetzt sechs Wochen in Amerika und habe nur einmal einen Cut geschafft. Und jetzt gewinne ich in Deutschland. Das ist kaum zu fassen.“

Auch was Kieffer erlebte, hatte niemand erwartet. Das Geburtstagkind war als Neunter mit sieben Schlägen Rückstand auf die Schlussrunde gegangen – eigentlich zu viele, um doch noch einen Heimsieg zu erringen. Doch Kieffer, dem im vorigen August in Tschechien als erster Deutscher nach acht Jahren wieder einen Sieg in der ersten europäischen Liga gelungen war, spielte mit 68 Schlägen die zweitbeste Runde des Tages. Aber er wusste, dass für ihn mehr möglich gewesen wäre. „Es fühlt sich furchtbar an“, sagte Kieffer. Wie vor drei Wochen bei der Porsche European Open verspielte er am Schlusstag die Chance auf seinen zweiten Sieg auf der DP World Tour.

Vor allem für die Europäer ging es um viel. Am Mittwoch, als es noch exakt einhundert Tage bis zum Ryder Cup in Rom waren, hatte Luke Donald, der englische Kapitän der Europa-Auswahl, verkündet, dass dieses Turnier vor allem für die Deutschen sehr wichtig sei. Denn der ehemalige Weltranglistenerste hatte drei der Profis, die laut der DP World Tour mit vier Siegen für eine „atemberaubende Renaissance des deutschen Golfs“ gesorgt hatten, im Auge.

Mit dem Viernheimer Yannik Paul musste einer aus diesem engen Kreis am Donnerstag seine Teilnahme wegen Rückenschmerzen absagen. Ein bitterer Rückschlag für den 29 Jahre alten Hessen. Denn Paul stand vor Turnierbeginn auf Rang 99 nicht nur als einziger Deutscher unter den Top 100 der Weltrangliste, er rangierte in der Punktewertung für den Ryder Cup auch auf einem der Plätze, die sich aufgrund ihrer Leistungen auf der DP World Tour für das größte Spektakel im Golf qualifizieren. Trotz dieser Absage hat der ehemalige Weltranglistenerste Paul weiter im Auge.

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Bild: AFP/FAZ

Publiziert am
25 Juni 2023
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